Kategorie: Allgemein

Was für eine Überraschung! Sarah und meine ganze Familie holten mich am Flughafen hab. Ich hab mich riesig gefreut, alle wieder zu sehen.
Am Gepäcksband erhielt ich eine Überraschung, mein Skisack hat den Transport nicht überlebt. Ich erhielt alles in einem Plastiksack. Möchte mir gar nicht vorstellen, wie der ganze Inhalt mit Handschuhen, Skischuhen und Mützen da umher flog. Ich hab jedoch alles erhalten.

Gepäck

Die Hitze ist ja unglaublich… Welcome back, Switzerland.

31 Mai 2017

Roadtrip 2017

Golden – Fairbanks – Valdez – Calgary
ca. 7800 Kilometer
140 km paddeln
9 Skitouren
2 Grizzlies
28 Schwarzbären
4 Rentiere
13 Elche
12 Dallschafe
2 Stachelschweine
1 Schlange
Hasen
Weisskopfadler
Schwalben
Fische
Moskitos

 

30 Mai 2017

Oh Schreck, verschlafen! Mein erster Gedanke heute Morgen. Doch es war erst 5 Uhr. Alles ok. Um 6 fuhren wir ab und kamen gut durch den Verkehr.
Dann suchte ich am Flughafen ein Check-in-Schalter der BA. Nicht auffindbar. Mehrere Leute gefragt und diesen mein Ticket gezeigt. Alle meinten, ich sei zu früh, Reihe 5 wird bald geöffnet. Ok, Zeit für einen letzten Tim Hortons Besuch.
Ich schickte ein Foto in unseren Familien-Chat und da fragte mich meine Schwester, wieso ich denn schon am Flughafen sei. Mein Flugh wäre doch erst um 10 Uhr abends. Oh neeein! Wie typisch für mich. Einfach nicht fertig gelesen. Weil das Ticket aus der Schweiz kam, hab ich gar nicht auf AM oder PM geachtet. Michi und ich lachten und fuhren in den nächsten Park. Wir genossen die Zweisamkeit in der Sonne, holten etwas Schlaf nach und lasen, bis uns der Po weh tat. Downtown Calgary stand auf dem Programm. MEC, unseren Lieblingsladen, gibts hier mit allem was man für Outdoor braucht. Mit dem Gedanken an mein Gepäck, starb sogleich mein Shoppingfieber. Michi fand aber ein tolles Shirt für seine Wanderungen. Dann kauften wir ganz viele Leckereien und gingen zurück in den Park für unser letztes gemeinsames Essen. Natürlich musste mich noch ein giftgrünes Insekt von hinten attakieren, so dass ich jetzt mit einem grün verschmierten Po fliegen darf. Michis Statement: Beweg dich einfach schneller, dann sieht es niemand…

Den Flug hab ich am Abend pünktlich erwischt. Good by Canada.

Kirschblüten

Park

Park Calgary by night

30 Mai 2017

Die Probleme von British Airways am Wochenende merkte ich auch hier in Kanada. Mein Flug geht morgen über London Heathrow und ein Online-Check-in ist nicht möglich. Ich hoffe nun, dass es einfach so gut geht. Michi und ich stehen extra früh genug auf, für etwas Problem-Spatzung. Aber erst gibt es noch einen letzten gemeinsamen Tatort.

 

29 Mai 2017

Zur Vorsicht hab ich heute mein Gepäck gewogen. Etwas umbeigen und mit meinem Wintermantel unterm Arm fliegen und es passt. Ist nur zu hoffen, dass die Flughafenwaage mit dieser übereinstimmt.
Jordan und ich sitzten im Gras und plauderten in der Sonne. Es war ein gemütlicher Nachmittag bevor wir ins Restaurant, wo Donna arbeitet, zum Abendessen gingen.

Hayweire

28 Mai 2017

Die letzten zwei Tage verbringen wir noch bei unseren Freunden Donna, Pat und Jordan in der nähe von Calgary. Damit im Notfall noch reagiert werden kann, hab ich heute mein Gepäck zusammengestellt Ein schönes Spektakel für alle im Dorf. Hier gibt es nur einen Park, der liegt mitten im Dorf direkt vor der Badi. Ein Bad wäre die Belohnung gewesen, aber es kam anders. Mein ganzes Hab und Gut musste mal aus dem Auto raus. Im Handschuhfach, im Seitenfach und in allen anderen Spezialfächer versteckte sich irgendetwas von mir. Kaum zu glauben, was alles Platz hatte! Der Park war ziemlich überfüllt mit meinem Plunder, es war aber auch ein winziges Pärkchen… Michi schüttelte nur den Kopf. DAS passt nie da rein. Und er behielt recht. Eigentlich wusste ich das ja auch, aber konnte mich dann doch nicht so gut von dem einen oder anderen trennen. Schlussendlich landete eine Kartonkiste voll Kleidung wieder im Raspberry, fürs Brocki.
Dann wollten wir in die Badi, damit wir nicht so stinkig eintrudeln. Als wir das Planschbecken sahen, entschieden wir uns doch für eine stinkige Begrüssung, es war genau so winzig wie das Pärkchen. Nach der Begrüssung von Pat gabs wirklich gleich eine Dusche und einen gemütlichen Abend.

Turner Valley

27 Mai 2017

Die Reise geht zu ende. Wir fuhren heute noch einmal den Icefield Parkhighway. Davon krieg ich einfach nicht genug. Und fotografieren muss ich auch immer noch jeden Gletscher. Es hätte hier sogar noch genügen Schnee zum Skitouren. Wenn nur Michis Bindung nicht kaputt wäre…
Weil wir so lange nach einem freien Camping gesucht haben, sind wir bereits kurz vor Calgary. Um die Stimmung zu heben, haben wir an einem Picknick-Platz direkt am Fluss halt gemacht. Ganz stilvoll kochten wir dann ausgiebig den frisch gefangenen Fisch von gestern über dem offenen Feuer. Der einzigartige Feuergeschmack ist das Pünktchen auf dem i, oder im Teller. Karotten und Zwiebeln in Alufolie, Risotto mit getrockneten Tomaten und die Forelle in der Folie, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt. Fantastisch! Und somit haben wir auch gleich alles aufgebraucht, was vergänglich war. Was für eine Planung.
Um 23 Uhr fanden wir dann endlich ein nicht verbotenes Plätzchen für Raspberry. Es ist Wochenende und die Calgarians flüchten aufs Land. Camping ist hier eben wirklch ein Nationalsport.

Icefiled Parkhighway
Fisch grillieren

Sonnenuntergang

26 Mai 2017

Die Freude von Michi war kaum zu überhören, als er den ersten Fisch an der Angel hatte. In McBride erhielten wir heute Morgen den Tip für den Little Lost Lake, trotz Stromausfall. Als Michi Würmer kaufen wollte, dauerte dies seine Zeit, bis der Strom wieder da war. Ohne Cash geht eben nichts, nur Bares ist Wahres.
Kanada hat uns viel Wildlife beschert, aber auf eines hätte ich verzichten können. Auf dem Weg zum See schlängelte sich eine Schlange vor mir auf dem Weg. Das Übelste für mich. Michi musste lachen. Anhand meines Geschreis dachte er, es sei ein Bär. Er ist dann vorgegangen.
In Tete Jaune zeigte mir Michi ein herrliches Restaurant mit einem fantastischen Buffet voller hausegemachter Sachen und wir assen direkt am Fluss mit Sicht auf die Berge.

Fang!

Heimweh

Tete Jaune

Valemont Beer

25 Mai 2017

Womp. Ein eigenartiges Geräusch weckte uns. Es nieselte immer noch. Nach etwas abwarten erneut. Michi wagte es, den Kopf nach draussen zu strecken. Wir konnten es nicht glauben, was wir da sahen: Schnee! Es nieselte nicht, es schneite! Das Geräusch war die Schneemasse, welche vom Zelt rutschte. In der Nacht hörte Michi einige Bäume umstürtzen, der Sturm war beachtlich. Wir packten alles schnell zusammen und schon sassen wir im Kanu. Zum letzten Mal hatte ich meinen Frosch an. Einfach für alles gut, der liebe Onepiece! Ein Moose gleich neben uns am Ufer, Schwalben am Jagen und Fische, die umhersprangen, versüssten uns die letzten Paddelstunden durch den Schnee.
Schon waren wir zurück. Jetzt gab es eine Dusche, woohooow!
In Quesnel verbrachten wir den Nachmittag in der Laundry, mit Waschen und vor allem trocknen unserer Sachen.

Zelt im Schnee

Schnee

Paddeln im Schnee

24 Mai 2017

Letzte Nacht war es richtig warm, ich hab ohne Thermoschicht herrlich geschlafen und eine Eule gehört. Am Morgen hat Michi gemeint, es sei ein Tier ums Zelt gestrichen, ob Bär oder Moose ist unklar. Mein Schlaf lässt sich nur von einer Eule stören.
Mit einem Outdoorsy wie Michi unterwegs zu sein, macht Spass. In den letzten Tagen hat er mir verschiedene Paddelschläge beigebracht und inzwischen hatte ich auch etwas Erfahrung auf beiden Positionen gemacht. Und heute war ich richtig froh darum! Über den Skoi Lake liessen wir uns vom Rückenwind treiben, Michi beim Fischen und ich beim Looney Beobachten. Dann fuhren wir auf dem Spectacle Lake weiter, ich Hinten. Plötzlich zog der Wind mächtig an und ich war am Ruder ziemlich gefordert (daher gibts auch nicht viele Fotos heute). Es war mehr wie Segeln als Kanufahren. An einer günstigen Stelle tauschten wir die Plätze, ganz so viel Erfahrung sammelte ich in den letzten Tagen dann doch nicht, um durch das aufgezogene Unwetter zu kommen. Wir waren aber super schnell und fanden dann auch einen Camping. Zwar exponierter als alle zuvor, aber immerhin ein Unterstand in der Nähe. Mit dem Wind kämpfte ich um jede Zeltecke und Michi musste es festhalten, bis ich, trotz Sand in den Augen, ein paar Heringe drin hatte. Und schon regnete es. Blitz, Donner und den Regentropfen hörten wir vom Zelt aus zu. Morgen ist Endspurt.

Berge

Portagieren
Beim Portagieren zwischen den Seen.

23 Mai 2017

Für türkisblaues Wasser bis zum Grund und feinsten Sandstrand braucht man nicht in die Karibik zu fahren, in Kanada kriegt man alles in einem: Berge mit Schnee, Wälder soweit das Auge reicht und türkisblaues Wasser. Der heutige Tag hat alles vereint. Zudem gabs noch einen Fluss, der etwas Action in das ganze brachte. Zelten am Strand, Schneeberge auf der anderen Uferseite und Älplermaccronen vom Feuer, alles was das Herz begehrt!

Happy

Action

Schlafen am Traumplatz

Kochen

22 Mai 2017

Was haben die Armen, die Reichen aber nicht?
Was ist böser als der Teufel und grösser als Gott?
Wenn man es isst, stirbt man.

Während dem Paddeln war es mir langweilig. So hat mir Michi dieses Rätsel gestellt.

21 Mai 2017

Das war ein Tag! Bei der Mittagspause sahen wir einen Schwarzbären ziemlich nahe bei uns, zum Glück trottete er weg. Und kurz daraus kam ein Moose mit zwei ganz Kleinen. Die trauten sich nicht ins Wasser. Ein Spektakel war das!
Bei der Mittagspause bemerkten wir auch, dass wir Michis Sackmesser nicht dabei haben (wir sassen in mitten all unserem Plunder). Gerade hatten wir noch davon gesprochen, dass wir richtig weit gekommen sind. Und jetzt hiess es zurück zum Start. Wir paddelten und paddelten… Zurück beim Campingplatz lag es einfach so da, gleich beim Ladeplatz. Und dann fing alles von vorne an, einfach 6 Stunden später (und ich ziemlich energielos). Obwohl wir 26 km gepadelt sind, sind wir nur 6 km weiter als gestern…

Pause

Sonnenuntergang

21 Mai 2017

Der erste volle Paddeltag begann mit einem Porridge und getrockneten Früchten. Sehr lecker! Und weiter ging es auf dem Bowron Lake Circuite. Die Landschaft ist wunderschön. Die Berge mit den Schneespitzen, die Wälder und die verschiedenen Seen. Heute mussten wir noch einmal Portagieren und waren dann im längsten See der Rundreise. Wir machten eine Pause an einem Sandstrand und traffen ein sympathisches Pärchen auf dem Campingplatz.

Sandstrand

Isaac Lake

Schnee

20 Mai 2017

Ab heute wird gepaddelt. Aber erst einmal musste alles gepackt werden. In der Becker’s Lodge erhalten wir alle Utensilien, die wir für die nächste Woche brauchen. Es regnete immer mal wieder während dem Packen. Nach dem wir die Orientierung und Infos vom Park erhalten hatten, mit unserem Material abgeliefert wurden und unser Gepäck von der Parkwächterin gewogen wurde, gings los. Erst einmal mussten wir das Kanu an den See bringen, der war 2.4 km entfernt. Es hiess Portagieren: Schieben und Ziehen war angesagt. Und dann ging das Abenteuer los!

Kanu fassen
Kanu fassen.

Happy

Meine Aussicht

Naturspektakel

Wasser holen

Michi geht Wasser holen.

19 Mai 2017

Fahren. Fahren. Fahren. Wir machten Kilometer gut, zurück in den Süden. Die Tage werden wieder kürzer (lustig, das im Mai sagen zu können). Wir brauchten Internet und fuhren deshalb nach Terrasse. Super schönes Städtchen und die Gegen war wunderschön. Zurück in Richtung Prince George hielten wir an einem See. Ein Einheimischer spielte hier auf seiner Gitarre und erzählte uns, welche Blume man essen kann. Schmeckt wie Blumenkohl. Und dann sahen wir einen doppelten Regenbogen, von anfang bis ende!
Am Abend gabs einen Schnell-Einkauf für die nächste Woche, wir waren sehr knapp in der Zeit: Eine Kanu-Tour stand auf dem Plan.

Regenbogen

18 Mai 2017

Heute Morgen in Watson Lake haben auch wir den Schilder-Wald besucht. Spannend was da hängt. Danach hiess es tanken und ich putzte die Scheiben, heute auch die auf der Seite. Man weiss ja nie. Wir können unsere Scheiben ja nicht mehr herunterlassen. Am Boya Lake sind wir bereits auf dem Hinweg vorbei gekommen, kamen aber wegen dem Schnee nicht die Strasse hinunter. Heute hat es geklappt und wir sahen einen wunderschönen Campingplatz, direkt an einem türkis farbenen See mit Inseln. Wahnsinns schön. Am Abend wurde mein Scheibenputzen bezahlt. Wir konnten einen Schwarzbären aus nächster Nähe beobachten. Er kam sogar bis ans Auto heran (vermutlich wurde er mal aus einem Auto gefüttert). Und später das Unglaubliche: Direkt an der Strasse sass/ass ein Grizzly. Wir konnten ihn eine kleine Ewigkeit beobachten und schlussendlich sass er so da und kratzte sich am Bauch. Einfach köstlich. Ich wurde so verwöhnt! Wir sahen noch einige Mamabären mit Babybären, doch die waren schneller als ich mit meiner Kamera. Was für einen bären Tag!

Watson Lake

Black Bear

Grizzly

Grizzly

 

17 Mai 2017

Eva haben wir getroffen, aber der Fluss ist noch zu hoch und somit ziemlich gefährlich für eine Kanu-Tour. Also ändern wir den Plan und ziehen wir früher in den Süden, als gedacht.
Jetzt sieht man den unterschied richtig. Als wir nach Alaska fuhren, war alles noch gefroren und kalt. Jetzt auf dem Rückweg sind die Seen zwar oft noch gefroren und die Berggipfel noch weiss, aber unten grünt alles. In Whithorse assen wir im Park und beobachteten, wie alle draussen am Sonne tanken waren. Mit dem Frühling kommen auch die Camper. Sie haben eine spannende Technik: Hinter dem riesen Gefährt wird das Auto oder eben Pick Up einfach angehängt und mitgezogen.
Jetzt öffnen auch nach und nach die Campingplätze. Und die geliebten Moskitos sind auch da. Im Yukon gibt es 28 verschiedene Moskitoarten!
Wenn man immer wieder von irgendwo anders an Wasser kommt, schmeckt man den Unterschied mächtig. Heute konnten wir an einer Tankstelle unseren Kanister auffüllen. Bereits beim ersten Schluck merkte ich den Benzin-Geschmackt. Mit dem chlorigen Wasser haben wir uns ja schon etwas angefreundet, aber das war nun wirklich nicht trinkbar.
Heute haben wir 700 km gemacht und wurden mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang belohnt.

Campervan

Wasserfall FIschen

Sonnenuntergang Watson Lake

16 Mai 2017

Heute Morgen fuhren wir als erstes zu Eva. Wir verpassten sie um ein Haar. Einmal im Monat fährt sie nach Whitehorse für den Grosseinkauf, das war heute. So schauten wir Beat kurz über die Schultern, er baut gerade ein Blockhaus. Dann zogen wir los und machten eine Wanderung zum St. Elias Lake. Voller Hoffnung nahm Michi sein Angelzeugs mit, doch der See war noch gefroren. Der Weg schlängelt sich einem Tal entlang, wäre perfekt zum Skitouren.
Ganz zu beginn lief Michis Trinkflasche aus, weshalb er dann wie ein Guide mit einem Fähnchen am Rucksack umher lief. Meine Jacke war voll durchnässt. Wir blieben noch eine Nacht am Kathleen Lake.

Herzchenwolke
Mit Herzchen Wolke
St. Elias Lake

St. Elias Lake

15 Mai 2017

Mit der Hoffung, morgen Eva zu sehen, fuhren wir bis nach Haines Junction. Zwischen durch hielten wir natürlich für einen Fischen-Stop. Wir übernachteten schlussendlich am wunderschönen Kathleen Lake. Beim Uferspatziergang fand ich einen Stein mit einer Einkerbung. Gut möglich, dass dies ein Teil eines Werkzeugs war.

Stein

Fischen

Spiegelung

14 Mai 2017